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Vorstandssitzung der Euregio Inntal in Flintsbach

Der Gastgeber Georg Dettendorfer hält einen Vortrag zur aktuellen Verkehrsproblematik  im Zuge der Euregio Inntal Vorstandsitzung 
Nachweis: Josef Mayerbacher
Der Gastgeber Georg Dettendorfer hält einen Vortrag zur aktuellen Verkehrsproblematik im Zuge der Euregio Inntal Vorstandsitzung Nachweis: Josef Mayerbacher

Am 19. Februar 2019 traf sich der Euregio Inntal Vorstand in der Johann Dettendorfer Spedition Ferntrans GmbH & Co. KG in Flintsbach. Georg Dettendorfer, Spediteur und seit 2013 Vorsitzender des IHK-Verkehrsausschusses hielt hierbei einen Fachvortrag zum aktuellen Thema Transit/Brenner Nordzulauf/Güterverkehr auf Schiene.

Der Euregio Inntal Vorstand und zahlreiche Bürgermeister aus den umliegenden Kommunen nahmen am 19.02.2019 an der Euregio Inntal Vorstandssitzung teil. Diesmal war die grenzüberschreitende Verkehrsproblematik, entlang des Inntals in Tirol und Bayern, der Haupttagesordnungspunkt dieses Treffens. Gastgeber, Spediteur Georg Dettendorfer, konnte mit dem Vortrag: „Transit/Brenner Nordzulauf/Güterverkehr auf Schiene“ wertvolle Inputs für den grenzüberscheitenden Austausch liefern. Detaillierte Darlegung von Fakten, umfangreiche Einblicke in Vor- und Nachteile von Transit auf Schienen und die einhergehenden Problematiken bei der Umsetzung des angedachten Verkehrskonzeptes lieferten einen Gesamteindruck vom täglichen Auseinandersetzen mit dem Thema Transit seitens der Wirtschaft. „Der LKW wird auf der letzten Meile immer gebraucht“ so Georg Dettendorfer. Er fordert, dass die Gespräche zwischen Tirol und Bayern (Österreich und Deutschland) weiter ausgebaut werden und an bestimmten Stellen auch zwingend wieder aufgenommen werden. „Verbote, massive Beschränkungen, extreme Verteuerungen belasten die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Betriebe auf den internationalen Märkten“ erläutert Georg Dettendorfer weiters. Statistiken, Verkehrsprognosen und Datenanalysen zeigen auf, dass nicht nur Natur und Mensch unter der Verkehrsproblematik leiden bzw. künftig noch mehr leiden werden, sondern dass auch die wirtschaftliche Situation maßgeblich beeinflusst wird von dem zunehmenden Verkehr auf den bayerischen und Tiroler Straßen. „Industrie, Handel, Verlader und auch der Endverbrauche müssen in die Verantwortung genommen werden – die Verkehrsproblematik betrifft alle!“ so Georg Dettendorfer.

Anschließend berichtete der 1. Bürgermeister der bayerischen Gemeinde Flintsbach Stefan Lederwascher über das Treffen mit dem Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer in Rosenheim. Dieser ist froh, dass die Kommunen wie nun wieder bestätigt, in der Planung des Brennernordzulaufes weiterhin involviert sind. Weiters gab Euregio Inntal Präsident Prof. Walter J. Mayr einen Einblick in den Besuch des Brenner Basistunnels. Der Fortschritt des Brenner Basistunnels ist beeindruckend. Bei dem folgenden angeregten Austausch zwischen den bayerischen und Tiroler SitzungsteilnehmerInnen wurden die breitgefächerten Faktoren der Verkehrsproblematik intensiv diskutiert.

Die Euregio Inntal konnte im Sommer 2018 die Problematik des Themas Verkehr schon mittels eines Verkehrsgipfels und einer Verkehrsresolution in den Fokus des grenzüberschreitenden Austausches rücken. Der stetige grenzüberschreitende Austausch und die übergreifende Vernetzung bietet eine solide Basis für die Zusammenarbeit auch bei schwierigen Thematiken wie die Verkehrsproblematik.

Die Euregio Inntal trägt nun schon seit mehr als 20 Jahre  den europäischen Gedanken der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in die Region entlang des Inntals nach Tirol und Bayern. Dieses stolze Jubiläum wird die Euregio Inntal mit einem Orchesterkonzert des Tiroler Landeskonservatoriums am Samstag, 9. März 2019 im Kurhaus Bad Aibling feiern. Sie sind herzlich eingeladen daran teilzuhaben. Der Eintritt ist kostenlos, um Anmeldung unter office@euregio-inntal.com bis zum 1. März 2019 wird gebeten.