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2. Workshop zum Thema „Cross Border Mobility“ Tarifharmonisierung & Ausbau des grenzüberschreitenden ÖPNV in der Grenzregion Tirol – Oberbayern

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Am 1. Oktober 2019 luden CIPRA International, EUSALP und die Euregio Inntal gemeinsam zum 2. Workshop im Rahmen des EUSALP-Projekts „Cross-border mobility in the Alpine Region“ in das Landratsamt Rosenheim ein. Dabei konnte bereits auf den Ergebnissen des 1. Workshops im Mai dieses Jahres in der FH Kufstein aufgebaut werden. Aus den dabei erarbeiteten Themenfeldern wurden diesmal Tarifharmonisierung und der Ausbau grenzüberschreitender Angebote im ÖPNV herausgegriffen und bearbeitet.

 

Die rege Teilnahme spiegelte die hohe Aktualität und die großen Herausforderungen der Mobilität in der Grenzregion wider. Gekommen waren Bürgermeister der Grenzregion, VertreterInnen der Landkreise Rosenheim, Traunstein und Miesbach sowie des Land Tirols, der Tourismusverbände und der Fahrgast-Interessensvertretungen.

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Landrat in Rosenheim Josef Huber führten Marion Ebster und Jakob Dietachmair von CIPRA International durch den Vormittag. Nach einer kurzen Zusammenfassung der Ergebnisse des 1. Workshops, berichteten Johann Zagler (Landratsamt Rosenheim) und Oliver Kirchner (Amt der Tiroler Landesregierung) über den „Status quo“ des ÖPNV-Angebotes in der Grenzregion.

Anschließend widmete sich Manuel Tschenet, Mobilitätsbeauftragter beim Regionalmanagement KUUSK, der Tarifharmonisierung und zeigte Zukunftsperspektiven für die Region auf.

Einen Input aus einer anderen Grenzregion brachte der Vortrag von Lioba Markl-Hummel vom EVTZ Eurodistrikt Straßbourg-Ortenau – einer Region in der schon auf langjährige Erfahrungen im grenzüberschreitenden ÖPNV zurückgegriffen werden kann. So wurden in den vergangenen Jahren ein Eurodistrikt-Bus und eine grenzüberschreitende Tram-Linie ins Leben gerufen. Durch diese Maßnahmen konnte vor allem bei den PendlerInnen die Nutzung des ÖPNV gesteigert. Weiters schafft eine zusätzliche Brücke über den Rhein – für Fußgänger, Fahrrad-, und Linienbusverkehr – eine zusätzliche Verbindung zwischen den Ländern Frankreich und Deutschland.

Im Anschluss wurde in zwei Workshop-Gruppen an den Aspekten Tarifharmonisierung sowie finanziellen und politischen Rahmenbedingungen des grenzüberschreitenden ÖPNV weitergearbeitet.

Esther Jennings, Geschäftsführerin der Euregio Inntal, strich abschließend die für die Region richtungsweisenden Zukunftsthemen Mobilität, Klima- und Umweltschutz sowie Tourismus und Naherholung hervor. Durch die enge Verflechtung dieser drei Themenfelder können durch gebündelte Anstrengungen Synergieeffekte genutzt werden. Die Euregio Inntal wird sich bemühen das Thema der nachhaltigen grenzüberschreitenden Mobilität langfristig institutionell zu bearbeiten – ein EVTZ (Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit) wäre eine Möglichkeit hierfür einen geeigneten Rahmen zu schaffen.