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EUREGIO Marien-Wege MARIA BE-WEG-T

Die EUREGIO Inntal hatte im Auftrag der Gemeinden Kössen (Lead-Partner), Marquartstein, Schleching, der Stadt Kufstein und den Tourismusverbänden Kaiserwinkl und Kufsteinerland, zur Vorstellung des INTERREG-Kleinprojektes EUREGIO Marien-Wege MARIA BE-WEG-T am 01.03.2018 in die FH Kufstein Tirol eingeladen.
EUREGIO Marienwege MARIA BE-WEG-T, Projektvorstellung in der Fachhochschule Kufstein. 01.03.2018 Foto: Hans Osterauer
EUREGIO Marienwege MARIA BE-WEG-T, Projektvorstellung in der Fachhochschule Kufstein. 01.03.2018 Foto: Hans Osterauer

Der Weg ist das Ziel! Dieses Leitbild eint alle Pilgerwege, ganz gleich woher sie kommen und wohin sie führen. Neben den drei großen europäischen Pilgerwegen mit den Endpunkten in Jerusalem, Rom oder Santiago de Compostela gibt es eine Reihe von kürzeren, grenzüberschreitenden Pilgerwegen. Zu sich kommen, neue Gedanken fassen, vom Alltag erholen, die Seele baumeln lassen, neue Orte und Menschen kennen lernen und sich dabei mit Gottes Hilfe am Leben erfreuen. Wenn das gelingt, dann hat sich die Mühe eines Pilgerweges gelohnt. MARIA BE-WEG-T soll Körper, Seele und Geist wieder in Einklang bringen.

In der Grenzregion gibt es viele bekannte Marienwallfahrtsorte, diese werden bislang jedoch von den Wenigsten miteinander in Verbindung gebracht, sondern nur einzelne Wallfahrtsorte besucht. 2018 wurde das grenzüberschreitende Vorhaben von Marien-Pilger-Rundwegen begonnen. Diese Wege führen durch mehr als 60 Städte und Gemeinden in Bayern, Salzburg und Tirol. Die Rundwege verlaufen in fünf Varianten, ausgehend von Maria Hilf – Kufstein zu den Marienwallfahrtsorten Maria Klobenstein – Kössen, Maria Eck – Siegsdorf, Maria Kirchental – St. Martin bei Lofer, Mariastein, Mariathal – Kramsach, Maria Birkenstein – Fischbachau, Mariä Himmelfahrt – Tuntenhausen und zurück nach Kufstein.

Die EUREGIO Marien-Wege MARIA BE-WEG-T sollen ein spirituelles, kulturelles, und touristisches Erlebnis werden. Immerhin führen die grenzüberschreitenden Marien-Wege durch eine schöne und abwechslungsreiche Berg-, Seen- und Waldlandschaft im (Vor-) Alpengebiet mit historischen und kulturell wertvollen Gebäuden und Denkmälern. Die Wege bieten einen großen Erholungswert und fördern den sanften und nachhaltigen Tourismus.

Nach der Begrüßung der zahlreichen Teilnehmer, Bürgermeister und Tourismusverbände aus Bayern und Tirol, darunter der Kufsteiner Bezirkshauptmann Dr. Christoph Platzgummer, der Kufsteiner Bürgermeister Mag. Martin Krumschnabel, Pater Joachim vom Kloster Maria Eck und Mag. Hermann Signitzer vom Referat für Tourismuspastoral und Gemeindeentwicklung der Erzdiözese Salzburg erfolgte die Projektvorstellung.

Frau Mag. Esther Jennings, die GF der EUREGIO Inntal, informierte über die Aufgaben der EUREGIO Inntal bei diesem Projekt. Hans Fischlmaier, pensionierter Abteilungsleiter für Sport und Umwelt der Stadt Kufstein, berichtete über seine Erfahrungen als Pilger auf dem Jakobsweg. Prof. Walter J. Mayr, Präsident der EUREGIO Inntal und Leiter des Marien-Weg-Projektes, referierte über die Veränderung von den Wallfahrten zum Pilgern – einzeln oder in Kleingruppen – und die Chancen, die sich auch für unsere bayerisch/tirolerische Grenzregion durch ein ansprechendes Angebot für den sanften Tourismus ergeben würden. Allein im Jahr 2017 kamen in Santiago de Compostela 307.000 Pilger an. Daraus kann man ableiten, welches Potential sich auch für unsere Region bei einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zum Aufbau einer Pilgerorganisation ergeben könnten. Prof. Monika Kohlhofer, Leiterin des STG Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement der FH Kufstein Tirol, stellte ihren Studiengang anhand von Studenten-Praxisprojekten vor und erklärte sich bereit mit ihren Studierenden an der Weiterentwicklung des Projektes EUREGIO Marien-Wege MARIA BE-WEG-T mit zu arbeiten.

 

In der nachfolgenden regen Diskussion erfolgten gute Vorschläge für das Projekt und wurde Bereitschaft von den Teilnehmern gezeigt, an der Umsetzung der EUREGIO Marien-Wege MARIA BE-WEG-T Ressourcen einzubringen und damit das Projekt erfolgversprechend starten zu können.