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Gemeinsam für faire Architekturwettbewerbe in Bayern , Tirol und Vorarlberg

Die bayerische Architektenkammer diskutiert mit der Architektenkammer für Tirol und Vorarlberg die Idee einer grenzüberschreitenden Wettbewerbs- und Vergabekonsulenz.
Bei Schnee auf 1095m Höhe diskutierten motivierte ArchitektInnen aus Bayern, Tirol und Vorarlberg die  Wettbewerbs- und Vergabekonsulenz
Bei Schnee auf 1095m Höhe diskutierten motivierte ArchitektInnen aus Bayern, Tirol und Vorarlberg die Wettbewerbs- und Vergabekonsulenz

 

Am 24. September 2018 trafen sich die Mitglieder der beiden Kammern zu einem ganztägigen Workshop. Dieses interregionale Architektentreffen fand bei Schneetreiben auf der 1905 Meter hochgelegenen Seegrube (Nordkette) statt. Ziel dieses Workshops war es Ideen und Lösungen zu finden, um die Teilnahme an Architekturwettbewerben im jeweils anderen Land attraktiver und leichter zu gestalten. Die Einrichtung einer grenzüberschreitenden Wettbewerbs- und Vergabekonsulenz kann hierbei ein Weg sein, den Wissenstransfer zum Thema Wettbewerbe und Vergabe permanent zu gewährleisten. Sollten tatsächliche Barrieren bestehen, so müssen diese abgebaut werden, darin sind sich die VertreterInnen beider Kammer einig. Diese Hindernisse aufzuzeigen und Vorschläge zu erarbeiten wie diese abgebaut werden können, kann in einem gemeinsamen Projekt am besten umgesetzt werden. Letztendlich sollen die ArchitektInnen auch motiviert werden grenzüberschreitend an Architekturwettbewerben teilzunehmen.

Der Workshop, welcher im Rahmen des Interreg Bayern – Österreich Programm gefördert wird, war ein gelungener und lebendiger Anfang der Zusammenarbeit der beiden Interessenvertretungen. Nach kurzen Ausführungen zum Interreg Förderprogramm legte Euregio Inntal GF Mag. Esther Jennings dar, wie wichtig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Interessensvertretungen ist, um den Berufsstand der ArchitektInnen noch mehr zu stärken. Arch. Dipl. Ing. Daniel Fügenschuh, Vorsitzender der Bundessektion der Architekten, betonte in seinen abschließenden Worten, die Relevanz von qualitativ hochwertigen Wettbewerben für AuftraggeberInnen( AusloberInnen) und TeilnehmerInnen. Bei allen Unterschieden, so Fügenschuh, oder gerade wegen aller Unterschiede können die beiden Kammern viel voneinander lernen. Der Vizepräsident der bayerischen Architektenkammer Arch. Dip. Ing. Karlheinz Beer bekräftigte in seinen Ausführungen, dass durch konsequentes Überprüfen der Verfahren ein sehr guter Standard bei Wettbewerben gewährleistet werden kann. Auch bietet die bayerische Architektenkammer eine kostenlose Erstberatung zum Thema Vergabeverfahren an (https://www.byak.de/planen-und-bauen/vergabe/beratung.html) . ExpertInnen wie Architekt und Stadtplaner Arch. Dipl. Ing. Walter Landherr und Arch. Dipl. Ing. Oliver Voitl stehen Kommunen und anderen AuftraggeberInnen in Fragen zu verschiedenen Vergabeverfahren zur Verfügung. In Tirol und Vorarlberg wird das Beratungsservice zum Thema Wettbewerbe von Konsulent Arch. Dipl. Ing. Lukas Mähr durchgeführt. Auch diese Beratung ist kostenlos (http://www.archwest.at/archwest/wettbewerbe-vergabe/index.htm) .

Mit diesen Workshop beginnt nun eine langfristige Zusammenarbeit, sind sich die anwesenden VertreterInnen der Kammern einig.