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6,6 Millionen Euro an EFRE-Fördermitteln für grenzüberschreitende Projekte im INTERREG V A Programm Österreich

2 Tage tagte der Begleitausschuss in Kufstein und genehmigte 17 neue Vorhaben.
BA
 

Letzte Woche tagte von 10. bis 11. Oktober 2018, im Rathaus in Kufstein, der Begleitausschuss als beschlussfassendes Gremium des EU-Förderprogramms INTERREG V-A Österreich – Bayern 2014-2020.
Bürgermeister Martin Krumschnabel begrüßte die Mitglieder und betonte wie wichtig und gut die grenzüberschreitende Zusammenarbeit für Kufstein und Kiefersfelden und andere Gemeinden im Grenzraum ist.
Dabei wurden 6,6 Millionen Euro an EFRE-Fördermitteln für grenzüberschreitende Projekte im INTERREG V A Programm Österreich – Bayern 2014-2020 genehmigt.
Nach der Sitzung hatten die Ausschussmitglieder aus ganz Österreich und Bayern auch die Gelegenheit die Festung kennen zu lernen und dort dabei den Projektfortschritt des „VISIT Projektes der FH Kufstein, der Top City GmbH und der Uni Passau bestaunen zu können.

Das INTERREG V-A Programm Österreich-Deutschland/Bayern 2014 – 2020 ist eines von 60 grenzüberschreitenden Strukturfonds-Förderprogrammen der Europäischen Union, mit einem Fördervolumen von 54,5 Millionen Euro.
Ziel des INTERREG-Programmes ist die Intensivierung der grenzüberschreitenden Kooperation in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation und nachhaltige touristische Nutzung des Kultur-, Natur- und Lebensraums sowie die Bewahrung der Biodiversität und die Zusammenarbeit in Rechts- und Verwaltungsfragen. Bisher konnten schon mehr als 85 % der Programmmittel vergeben werden. Im Rahmen der Genehmigungssitzung wurden hauptsächlich Projekte im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation sowie Projekte, die den Aufbau und die Intensivierung langfristiger grenzüberschreitender Kooperationen zum Abbau von administrativen und legistischen Barrieren zum Inhalt haben, eingereicht.
Insgesamt wurden nunmehr 17 Vorhaben mit einem Fördervolumen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung von insgesamt 6,6 Mio. Euro genehmigt. Unter anderem wurden vier innovative Forschungsprojekte genehmigt, die sich herausfordernden Themen wie beispielsweise dem nachhaltigen und energieeffizienten Bauen oder der Entwicklung von Natrium-Ionen Batterien als Hochhvoltspeichersystem widmen. Zudem wurden sechs Projekte genehmigt, die sich der langfristigen, grenzüberschreitenden Kooperation in verschiedenen Themenbereichen im Grenzraum Österreich-Bayern widmen. Beim Projekt Seelentium wird z.B. eine grenzüberschreitende Tourismusdestination in der Dreiländerregion Oberösterreich, Bayern und Salzburg entwickelt und vermarktet. Die Entwicklung einer gemeinsamen Marke, eines gemeinsamen Erscheinungsbildes und diverser Marketingmaßnahmen werden im Rahmen des INTERREG Projektes umgesetzt.
Um eine weitere Stärkung des Natur- und Kulturerbes im Grenzraum zwischen Bayern und Österreich zu gewährleisten konnten vom Begleitausschuss zusätzliche Mittel von 3 Mio. Euro für die restliche Programmperiode zur Verfügung gestellt werden. In der Einplanung neuer Vorhaben wird somit ein erneuter Fokus auf Projekte im touristischen Bereich sowie weiterhin auf langfristige, strukturelle Kooperationen zum Abbau von Barrieren im Grenzraum gelegt. Der nächste Begleitausschuss findet im Juni 2019 statt, Projekte für diesen können bis 13. März 2019 eingereicht werden.