InnoHub stärkt grenzüberschreitende Innovation im Inntal

24. März 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

Trotz wirtschaftlicher Stärke, hoher Lebensqualität und gut ausgebauter Infrastruktur ist im Inntalraum nach wie vor eine unsichtbare Grenze zwischen Bayern und Tirol spürbar. Unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen, nationale Fördersysteme sowie fehlende Vernetzungsstrukturen erschweren die Zusammenarbeit – insbesondere in den Bereichen Innovation, Unternehmertum und Fachkräftesicherung. Gleichzeitig stehen Unternehmen vor großen Herausforderungen: Die digitale Transformation verändert Produktionsprozesse, Geschäftsmodelle und Qualifikationsanforderungen, während der Fachkräftemangel zunehmend spürbar wird.

Genau hier setzt das grenzüberschreitende Projekt InnoHub an. Ziel ist es, Innovation und Unternehmertum im Inntal gezielt zu fördern – durch Bildung, Vernetzung und aktiven Wissenstransfer. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der engen Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg, um vorhandene Potenziale besser zu nutzen, Synergien zu schaffen und nachhaltige Strukturen für die Zukunft aufzubauen.

Projektpartner von InnoHub sind der Innovationsraum Kufstein sowie das Stellwerk 18 in Rosenheim. Beide bringen ihre bestehenden Netzwerke, Formate und Erfahrungen in das Projekt ein. Durch die Bündelung dieser Kompetenzen entsteht ein klarer grenzüberschreitender Mehrwert: So werden etwa Tiroler Startups gezielt mit der Rosenheimer Wirtschaft vernetzt und umgekehrt bayerische Gründer:innen in die Tiroler Unternehmenslandschaft eingebunden.

Das Projekt umfasst eine Reihe zentraler Maßnahmen:
Im Bereich Netzwerkbildung werden grenzüberschreitende Gründer:innen-Stammtische sowie verschiedene Veranstaltungsformate wie Pitch-Nights, Hackathons oder Innovationsworkshops etabliert. Diese sollen den Austausch zwischen Startups, etablierten Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsverbänden intensivieren und neue Innovationspartnerschaften ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Weiterbildung und Kompetenzentwicklung. Bestehende Bildungsangebote in Bayern und Tirol – etwa in den Bereichen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz oder digitale Kommunikation – werden systematisch erfasst und sichtbar gemacht. Ergänzend werden gezielt neue Formate entwickelt, um bestehende Lücken zu schließen und die Qualifizierung von Gründer:innen, KMUs und Fachkräften langfristig zu stärken.

Ergänzt wird das Angebot durch einen grenzüberschreitenden Gründungs- und Kompetenzblog. Dieser dient als Plattform für den Austausch von Erfahrungen und Best Practices rund um Gründung, Innovation und unternehmerische Herausforderungen. Ziel ist es, Wissen zugänglich zu machen und gleichzeitig neue Impulse für zukünftige Gründer:innen zu setzen.

Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Abbau bestehender Barrieren zwischen Bayern und Tirol und stärkt nachhaltig die Innovationskraft der gesamten Region. Insbesondere Gründer:innen, kleine und mittlere Unternehmen sowie Fachkräfte profitieren von verbesserten Netzwerken, gezielten Qualifizierungsangeboten und neuen Kooperationsmöglichkeiten. Auch etablierte Unternehmen erhalten durch den Austausch mit Startups wertvolle Impulse für ihre Weiterentwicklung.

Inhaltlich baut InnoHub auf der Grenzraumstrategie der Euregio Inntal auf und wird durch die enge Einbindung regionaler Akteur:innen – darunter Startups, KMUs sowie Institutionen wie IHK, WKO und Hochschulen – nachhaltig in der Wirtschaftslandschaft der Region verankert.

Mit InnoHub wird die Grenze zwischen Bayern und Tirol nicht nur überwunden, sondern aktiv als Chance für eine noch engere und zukunftsorientierte Zusammenarbeit genutzt.

Leadpartner: Innovations.Raum Kufstein eGen
Projektpartner: Stellwerk18 – Digitale Wirtschaft Südostoberbayern e.V.
Projektlaufzeit: 01.11.2025 – 30.10.2028

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