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„Trotz Pandemie zahlreiche grenzüberschreitende Initiativen“

Die EUREGIO Inntal traf sich zur Vollversammlung 2022 in der Schloßbergalm zu Aschau. Rund 50 Mitglieder folgten der Einladung und hörten sich den Geschäftsbericht von Präsident Christoph Schneider und Geschäftsführerin Esther Jennings an.
Nachdem Grußwort von Aschaus Bürgermeister Simon Frank und dem Stellvertretenden Landrat Josef Huber zeigten Schneider und Jennings eindrucksvoll auf, was die EUREGIO im letzten Jahr abarbeiten konnte. „Trotz der Pandemie ist es uns gelungen viele grenzüberschreitende Initiativen auf vielen unterschiedlichen Themengebieten in Angriff zu nehmen“, betonte Schneider. Neben der politischen und gesellschaftlichen Arbeit der EUREGIO, die sich mit aktuellen Themen in der Grenzregion beschäftigt, ist das Akquirieren von Fördermitteln aus dem INTERREG-Programm die zweite wesentliche Säule des Vereins. Präsident Schneider berichtete über die EUREGIO Urlaubsaktion, bei welcher sozial benachteiligten Familien ein Urlaub in Tirol und Bayern ermöglicht wurde, über einen Erfahrungsaustausch zum gemeinnützigen bzw. genossenschaftlichen Wohnen, über ein Jugendorchester mit Musikern aus vielen europäischen Ländern, welches in Prien ein eindrucksvolles Konzert gab, aber auch über den grenzüberschreitenden Verkehr, welchen die EUREGIO Inntal versucht auszubauen.
Geschäftsführerin Jennings erläutert die umfangreichen Fördermöglichkeiten und ging auf die anstehende Förderperiode ein, welche im letzten Jahr vorbereitet wurde. Projektpartner aus beiden Ländern haben wieder die Möglichkeit Ideen in die Geschäftsstelle zu tragen und können in vielfältiger
Weise finanzielle Leistungen in Anspruch nehmen. Die geschaffene EUREGIO Inntal-Strategie behandelt im Schwerpunkt die Themen Klimaschutz, Verkehr, Tourismus und Wirtschaft, sodass in vielerlei Hinsicht Förderungen abgerufen werden können. „Besonders freuen wir uns über die neu geschaffenen
„People2People-Projekte“, so Jennings. „Hier besteht die Möglichkeit, dass beispielsweise Vereine relativ unbürokratisch gemeinsam Veranstaltungen oder grenzüberschreitende Treffen organisieren können und den europäischen Gedanken an der Basis sichtbar machen können.“ Erste Ideen für die neue
Förderperiode wurden schon eingebracht und die ersten Projekte sollen im Herbst noch genehmigt werden. Im Mittelpunkt der Vollversammlung standen dann die Initiativen der „Energiezukunft Rosenheim“ und der „Klimawerkstatt Alpbachtal“, welche sich der Vollversammlung vorstellten und über ihre Aktivitäten in Sachen Klimaschutz referierten.
Abschließend ging Präsident Schneider auf die nächsten Veranstaltungen der EUREGIO ein und stellte dabei die EUREGIO Preisverleihung in den Mittelpunkt. „Ende Oktober werden wir nicht nur ausgeschiedene Präsidiumsmitglieder ehren, sondern auch die langjährige grenzüberschreitende Arbeit des Kreisfeuerwehrverbands Rosenheim und des Bezirksfeuerwehrverbands Kufstein würdigen“, so der Präsident. „Gerade in etwas unsicheren Zeiten stehen die Feuerwehren für Stabilität, Zusammenarbeit und Solidarität. Wenn dies grenzüberschreitend passiert, umso schöner“, erklärt Schneider. Bei der Preisverleihung gibt es darüber hinaus eine weitere Überraschung. Prof. Walter Mayr soll die
Ehrenpräsidentschaft erhalten. Für diese Ehrung hat sich der ehemalige Landeshauptmann Herwig van Staa angekündigt.